Category Archives: Fiona

Bergfest!

Bergfest!

„Kannst Du mir sagen wie ich einen Jungen kennen lernen kann? Ich brauche Tipps!“ sagt Fiona beim Abendessen. Gut, denke ich mir, der Anfang ist das Outfit. Wir machen einen Schminkkurs bei mir im Badezimmer, gehen neue Jeans shoppen und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Inzwischen hat unsere Gasttochter eine tolle Figur, geht fleißig joggen und trainieren. Den Babyspeck haben wir unter Kontrolle und sie fühlt sich endlich wohl in ihrem Körper.  Bewusstes Essen mit viel Obst und Gemüse, Salat und Vollkornbrot, das alles hat Fiona sich zu Herzen genommen und nun erinnert sie mich gerne, dass ich ja auch mal wieder Sport machen könnte. Da hat sie natürlich recht. Sie blüht förmlich auf.

Bald hat Fiona die Hälfte der Zeit hier in Deutschland geschafft, wir feiern Bergfest! „Ohje, muss ich da wieder auf eine Alm steigen?“ fragt sie besorgt. „Nein, das nennt man doch nur so, wenn man die Hälfte von etwas geschafft hat!“

Ich möchte eine kleine Überraschungsparty für sie organisieren, andere Austauschschüler einladen und auch ein paar Mädels aus der Fußballgruppe in der Fiona trainiert. Ich hoffe sehr dass ein paar Leute kommen werden.

In den letzten Wochen haben wir wieder viel erlebt:

wir waren auf dem höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze. Früh um 5 Uhr fuhren wir los in Richtung Berge, damit wir pünktlich um 7 Uhr in der ersten Gondel sitzen können. Frühstück auf der Zugspitze, tolles Buffet zum Sonnenaufgang, 160 km Fernsicht, ein Erlebnis das wir alle nicht vergessen werden! Anschließende leihen wir uns noch einen Zipfelbob aus und wollen rodeln. Die Sonne lacht und das Panorama ist herrlich. Nur Fiona ist das Lachen vergangen. Noch nie auf einem Bob gesessen, keine Ahnung vom Lenken und schon gar nicht vom Bremsen. Auch nach einer kurzen Einführung von uns in Schlittenkunde gehorchte das Ding einfach nicht. Von der Bahn abgekommen, zwischen die Skifahrer hindurch, Überschlag und Fiona kugelt den Berg hinunter…steht aber gleich wieder auf, lässt den Schlitten los und dieser macht sich alleine auf den Weg in Richtung Talstation…Nie wieder will ich Schlitten fahren! Hm…aber immerhin hat sie es versucht…

Treffen mit dem Abgeordneten…

Treffen mit dem Abgeordneten…

Durch das PPP-Stipendium hatte Fiona die Gelegenheit, einen Abgeordneten vom Bundestag zu treffen, er ist Fionas Pate und sie durfte viele Fragen stellen. Hier ein Einblick:

Fragen an Herrn Dr. Max Lehmer MdB gestellt von Fiona Oweke am 14.1.2011 in Neuching
1. Wie hat Deutschland sich seit dem Fall der Berliner Mauer geändert?
Deutschland ist wirtschaftlich gut zusammen gewachsen. Der Osten hat viel Geld gekostet. Und jetzt sieht Deutschland wirtschaftlich sehr gut aus.
2. Wie sehen sich die Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg?
Sie sind sehr selbstbewusst und positiv. Sie haben sich vom Nationalsozialismus getrennt. Sie haben ein gutes demokratisches System aufgebaut. „Made in Germany“ ist als gute Qualität weltweit bekannt.
3. Was müssen Sie machen als Abgeordneter des Deutschen Bundestags? Was sind Ihre Aufgaben?
Ich bin CSU Sprecher mit neun Aufgaben. Ich bin Vertreter in einem Wahlkreis, davon 40% im Wahlkreis und 60% in Berlin. Ich bin oft eingeladen von Firmen, Gemeinden, Bürgermeistern, und Schulen. Ich bin in Berlin in drei Ausschüssen für AG für Ernährung, Landwirtschaft, und Verbraucherschutz.
4. Welche sind die wichtigsten Parteien in Deutschland? Wo sind die größten Unterschiede?
Bundesweit gibt es die CDU/CSU(Bayern) mit 38%. Die beiden arbeiten sehr eng zusammen und haben fast die gleichen Ziele. Dann gibt’s die SPD Volkspartei mit 24%. Die Grünen mit 16%. Die FDP mit 11%, Koalitionspartner von CDU/CSU. Die PDS (die Linke) war früher SED im Osten mit 11%.
5. Warum ist Deutschland ein Sozialstaat? Wie kam es dazu? Vorteile des Sozialstaats?
Die Menschen sind 100% Krankenversichert und alle Arbeitnehmer sind Renten- und Arbeitslosversichert.
6. Welche Probleme ergeben sich daraus?
Das Problem ist die Finanzierung von 81 Milliarden für die Rente. Die Leute müssen immer länger arbeiten. Momentan bis 67 Jahre. Die Arbeitslosen kosten das doppelte Geld. Unser Ziel ist Vollbeschäftigung.
7. Wie lange sind Sie schon Parteimitglied?
Seit 1970.
8. Wie sieht ein typischer Tag im Leben eines Abgeordneten aus?
60% in Berlin von früh bis Abend (22:00 Uhr). Ich habe viele Diskussionen mit allen Gruppen der Gesellschaft. Ich arbeite bis Mitternacht im Büro.
9. Was sind Ihre politischen Leitsätze?
Ich möchte dem Bürger vermitteln dass er selbst bereit ist für das Wohl der Gemeinschaft zu sorgen. Es ist nicht die Aufgabe eines Politikers nur populäre Dinge zu tun, sondern das Richtige zu tun und dieses populär zu machen.
10. In welche Richtung wird sich Deutschland entwickeln? Welchen Einfluss hatte die Wirtschaftskrise?
BRD wird sich wirtschaftlich positiv weiter entwickeln. Wir wollen investieren in Bildung, Forschung. Wir wollen Neues aufbauen und verbessern, die Sozialsysteme gut in Griff bekommen und weiter entwickeln. Wir wollen auch demographische Probleme ändern.
11. Wie sind die politischen Beziehungen zu den USA aus Ihrer Sicht? Was könnte man verbessern?
Die Beziehung ist sehr gut. Wir arbeiten gut zusammen.

Zu Hause habe ich Fiona gefragt was sie  bei diesem Besuch am meisten beeindruckt hat, und sie sagte:” diese viele alten Bierkrüge die dieser Mann sammelt!”

Liebe Grüße sendet Euch

Andrea

Krise??

Krise??

Wie soll man es beschreiben, schwierig ist es für uns im Moment, nicht mehr allein zu sein, der Alltag ist eingekehrt und langsam vermissen wir hi und da unsere gewohnte Zweisamkeit. Da wir bis jetzt keine Kinder im Haus hatten, ist es voll und ganz nachvollziehbar dass dieses „Projekt“ zwischendurch anstrengend werden könnte…das haben wir uns vorher schon gedacht. Nun, nach ca. 10 Wochen ist es soweit. Gründe gibt es keine, eigentlich läuft alles super, es gibt keine größeren Probleme und wir verstehen uns alle blendend. Nur eben diese Zweisamkeit, die Ruhe, das Gefühl alleine zu sein, niemand fragt was…niemand hat zwischendurch Hunger oder muss dringend ein paar Problemchen besprechen…einfach nur RUHE und ALLEIN sein…puh, außerdem sind gerade Ferien und man sitzt eben viel gemeinsam in der Wohnung herum. Man sitzt fast schon „aufeinander“. …das ist ungewohnt …. Gefühle lassen sich schwer steuern, darum macht man sich über viele Dinge Gedanken… Sind wir eigentlich empfindlich??? Sind wir deppert??? Wer hat schon so ein Glück eine so tolle Gasttochter zu haben??? Wir sollten dankbar sein, über die vielen freudvollen und bereichernden Erfahrungen, über die tollen Erlebnisse und lustigen Momente! Aber wie geht man mit den Höhen und Tiefen, den emotionalen Ausbrüchen  um? Die Stimmung ändert sich oft wie wenn man einen Schalter umlegt, erst zu Tode betrübt, dann wieder offen, fröhlich und interessiert. Manchmal völlig unsozial, dann wieder verständnisvoll und hilfsbereit, ein abschreckender Gesichtsausdruck , dann wieder ein herzliches Lächeln? Und wenn man selber eben grade nicht die beste Laune hat, wenn die Nerven blank liegen, man einfach Entspannung sucht und Unzufriedenheit und Traurigkeit findet? Dann wird man als Gastfamilie auf die Probe gestellt….

Bald werden die Ferien auch vorbei sein und die Tage werden länger werden, die Sonne wird öfter scheinen und vielleicht entwickeln sich ja bald ein paar Freundschaften damit unsere Gasttochter ein wenig mehr alleine „on tour“ ist.

die bayerischen jungen Männer sind sooo hübsch...

Auf geht’s auf eine Geburtstagsparty im bayrischen Stil, zünftig in Dirndl und Lederhose. Fiona hat auch ein Dirndl angepasst bekommen, sie sieht darin spitze aus und erntet viele Komplimente! Ein kulturelles Ereignis, nicht typisch bayrisch wie man sich vielleicht manchmal die Bayern so vorstellt, nein, eher traditionell- modern-gemütlich, war das Geburtstagsfest. Viele Musiker hatten ihre Instrumente dabei, Blechbläser in Jeans, Harfenspielerinnen im schicken Dirndl  und viele Tänzer und Sänger in Freizeittracht, Frauen mit Hüten und Federn im Jägerstil , schwingende Röcke und traditionelle Trachten waren bunt gemischt. Darunter ein Gstanzlsänger, Jodelgesänge und diverse Überraschungen für das Geburtstagkind. Auch Fiona schwingt das Tanzbein, und versucht sich im Volkstanz, Zwiefacher, Walzer und Boarischer.  Hoffentlich bleiben ihr diese besonderen Ereignisse in Erinnerung.

Fiona schwingt das Tanzbein mit dem Gastopa...

Es weihnachtet sehr…

Es weihnachtet sehr…

Panik bricht aus, wir haben immer noch keinen Christbaum, Fiona fragt mich aufgeregt: „schaffen wir das schon noch“? „Ja, natürlich, wir haben ja noch eine Woche Zeit.“ „In den USA stellen wir den Baum schon am 15.12. auf…“ „da ist er aber doch bis zum 24. nimmer frisch“, entgegne ich, “ egal“, war die Antwort, „er ist doch bei uns aus Plastik!“

Gemeinsam schmücken wir am 22. Dezember den Baum, trinken Punsch und essen unsere selbst gemachten Plätzchen. Besuchen die Tiere im Wildpark und treffen Freunde, Bekannte und Nachbarn am Rathausplatz, dort spielt die Blaskapelle und wir singen gemeinsam Weihnachtslieder…

Ich denke schon, dass es hier eine besondere Zeit ist, die Vorweihnachtszeit…

Weihnachten haben wir nun überstanden, Hochs und Tiefs gaben sich die Türklinke in die Hand, das Heimweh hielt Einzug und die sentimentale Stimmung tat ihr übriges… Der Hl. Abend war aber ein Hoch und wir hatten viel Spaß beim Essen, Geschenke auspacken und Weihnachtslieder trällern.

Im Moment üben wir Begrüßung und  Verabschiedung. Ein offenes, freundliches Lächeln, ein laut und deutliches Hallo oder Grüß Gott, Handschlag oder aber auch eine Umarmung und die Bereitschaft zu einem Gespräch sind für uns selbstverständlich, aber eher schwierig für jemanden der nicht einmal die Nachbarn im Heimatland kennt und auch nicht grüßt.

Es macht Spaß die Fortschritte zu beobachten, wie viel unsere Gasttochter bereits in den ersten Monaten bei uns (fürs Leben!) gelernt hat. Seit gestern kann sie auch ein Ei kochen, und stricken tut sie wie eine Strickliesl! Einfach erstaunlich wie schnell  sie Dinge umsetzten kann. Eine links, eine rechts…

Statements von Fiona über die Deutschen:

Ich glaube die Deutschen mögen gerne das harte Leben, sie haben keine Maschine um den Schnee zu beseitigen,  sie haben nur eine Schaufel, warum kaufen sie nicht so eine Maschine? Ich finde das Leben ist hart genug, man muss es sich leichter machen wenn es irgendwie geht.

Deutsche wollen alles selber können und unabhängig sein, selber backen und keinen fertigen Mürbteig kaufen. Und es gibt nicht so viel Auswahl im Supermarkt.

Deutsche sind abgehärteter, sie gehen auch wenn es kalt ist nach draußen,  sie treffen sich mit Freunden auf dem Christkindlmarkt, unterhalten sich und haben trotz der Kälte Spaß.

Weihnachten ist in Deutschland viel schöner!

Auf ins gemeinsame Jahr 2011!!

Auf ins Jahr 2011! Wir wünschen allen einen GUTEN RUTSCH und viele sonnige und fröhliche Momente im Neuen Jahr !

Andrea, Marco und Fiona

..Oh Tannenbaum, die Oma hängt am Gartenzaun…

..Oh Tannenbaum, die Oma hängt am Gartenzaun…

Gestern war der Nikolaus samt Krampus da, ein Erlebnis für uns alle!

Fiona hat das eingeübte Lied gesungen, leicht abgewandelter Tex von Oh Tannenbaum, und aus dem Sack ein paar wertvolle Geschenke zur Belohnung abgestaubt. Ein Fußball, juhuu! „Endlich kann ich üben! Danke für diesen schönen Tag!“ da freuen wir uns natürlich sehr und wissen die Vorbereitungen haben sich gelohnt, Glühwein, Lagerfeuer und viele Plätzchen, …in Deutschland macht man sich den Winter so schön wie möglich! Auch unsere Freunde versuchen Fiona immer wieder in ein Gespräch zu integrieren, bayerisch oder hochdeutsch, manchmal auch englisch…wies kommt…


Mia, san mia… heute waren wir im Fußballstadion, FC Bayern gegen Basel, für die „fußballnarrische“ Fiona natürlich ein Erlebnis, super Stimmung und 3 Tore, ein gelungener Abend, der Gastopa ist froh nun eine „Fußballfachfrau“ in der Familie zu haben. Es ist so schön, einem Menschen eine Freude machen zu können, das geht mit unserer Gasttochter ganz leicht: Nutella zum Frühstück, Schokopudding zur Nachspeise und zwischendurch ein Lebkuchen, Bauer sucht Frau, Desperate Housewives und eben FUSSBALL!

Ich bin Kuku, was bist Du?

Ich bin Kuku, was bist Du?

News von der Gastfamilie!

Ein Event jagt das andere…Sankt Martins Umzug mit Laterne, hoch zu Ross der Hl. Martin, Lagerfeuer und Punsch, juhuu, die Winter-Saison ist eröffnet!

Shopping! Dringend brauchen wir noch ein Outfit für Thanksgiving, die mitgebrachte Schuhauswahl von 2 Paar, dünne Turnschuhe und Damenschuhe mit Absatz 1 Nummer zu groß, muss erweitert werden. Ab zu Deichmann! Schnell findet sich ein Paar hübsche Mädchenschuhe und dazu noch ein Paar warme Winterschuhe, alles für 40 Euro, wir finden das ist ein Schnäppchen, übrigens ein Lieblingswort von Fiona, „Schnäppchen“! Bei H und M noch ein kleines Schwarzes und schon sind wir gerüstet, schnell heim, denn die Thanksgiving Cookies backen sich nicht von alleine! …Sie schmeckten köstlich!

7:45 Uhr, Samstag am frühen Morgen, die Sonne bahnt sich gerade einen rotglitzernden Weg in die verschneite Landschaft, da höre ich ein lautes rumpeln und wundere mich…“Ich möchte nun mein Bad putzen“…aha…fleißig, fleißig, was soll man da antworten? Mit Putzeimer, Schrubber und Staubwedel bewaffnet, Scheuermilch und klassisch im Pyjama, ist das ein Bild für Götter!

Ach ja, gestern gabs senegalesisches Huhn und gelben Reis…eine wilde Kreation von Zitronensaft und Zimt, Kardamon, Rosinen und Senf, ein Feuerwerk des Gewürzregals! Wir fanden es ganz gut gelungen, nur Fiona hat sehr wenig gegessen…komisch…

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…wir backen Weihnachtsplätzchen. Weihnachtslieder und schneebedeckte Dächer, bringen uns in Stimmung, 7 Sorten sollen es werden…dafür gibt’s nach getaner Arbeit eine Würstelsemmel und Kinderpunsch am örtlichen Christkindelmarkt…der Fotoapparat ist immer griffbereit….aber es ist sooo kalt…“ich dachte im Süden (von Deutschland)ist es warm?“ …tja, da hat Fiona wohl schlecht recherchiert…

„Ich bin ein bisschen KUKU“…aha…das bedeutet wohl durch geknallt… sie hat viel Energie, lacht und kichert, wir haben sehr viel Spaß beim Abendessen…morgen darf Fiona das erste Adventskalenderpäckchen öffnen, ob es wohl daran liegt?

O Tannenbaum, O Tannenbaum…was bedeutet eigentlich das „O“??? Gute Frage…

Bald kommt der Nikolaus, wir freuen uns schon!

Eindrücke und Erfahrungen einer Anfänger-Gastfamilie in Bayern…

Eindrücke und Erfahrungen einer Anfänger-Gastfamilie in Bayern…

Kenia trifft auf USA und wird heimisch in Bayern…

Schon eingewöhnt? Nun ist Fiona schon 5 Wochen bei uns, doch immer noch sind wir in der Eingewöhnungsphase, mal mehr, mal weniger, langsam kennt man sich, weiß wie wer schaut, wenn er was so meint… Sprachlich läuft alles bestens, könnte nicht besser sein, Fiona spricht super unsere Sprache, versteht fast alles und so fangen wir „Anfänger“ gleich „fortgeschritten“ an.
Schauplatz Kloster Andechs, eine Schweinshaxe muss sein, mit Sauerkraut und Kartoffelsalat…na gut, wie sie meint, eine riesige Portion, nur die Kruste schmeckt nicht, ohje, genau das ist doch das „Beste“ an der Haxe, vom Nachbartisch wird bereits bierselig rüber geschmunzelt und so packen wir die halbe Haxe eben ein, gibt’s dann morgen als Pausenbrot… Die Kruste essen eben wir, die Gasteltern, echt sauguad!
Pilau, ein Kenianischer Eintopf, Rindfleisch, Reis und viele tolle Gewürze, Fiona kocht einmal die Woche was ihr schmeckt und auf was sie Lust hat, auch Club Sandwich gab es schon, und auch Indisch steht auf dem Plan, alleine einkaufen gehen, zum Dorfmetzger und in den Kramerladen, sie macht es wie selbstverständlich und ist happy wenn wir die passende Musik-CD zum Abendessen auflegen.
Hau drauf! Sport ist Mord, von wegen! Fußball hat Fiona bis vor kurzen nur im Fernsehen mit verfolgt, voller Fangefühle für „MENU“. Seit sie bei uns ist spielt sie in einer Mädchen und Jungen Mannschaft mit, trainiert fleißig 2mal die Woche und bekommt langsam Ballgefühl. Vielleicht wird sie nach diesem Jahr auch FC Bayern Fan sein? Dem Gastopa würde das gefallen…
Wia a Gams…Bergsteigerin wird sie wohl nicht werden, etwas Höhenangst, steife, ungelenkige Beine und unpassende Schuhe, macht das erklimmen des Gipfels nicht gerade leicht, „ich muss mehr üben“ waren die Worte, kein jammern und heulen, kein schimpfen und fluchen, Respekt Fiona! Boid geht’s wieda aufi aufn Berg!
A Egoist, ist jemand der nur an sich denkt…der den Frühstückstisch nur für sich alleine deckt, anfängt das Müsli zu essen und sich eine Tasse Tee zu kochen, während der Gastvater noch weiter für alle vorbereitet, wäre es denn nicht viel schöner gemeinsam zu frühstücken? Wäre es nicht schön dem Gastvater zu helfen und ihm damit eine Freude zu machen? Gespräche folgen…inzwischen läuft alles toll und jeder hilft mit, muss man halt alles noch lernen…die Stimmung am Morgen ist nun ausgelassen und fröhlich, so solls sein!
Ich kann Dir helfen! Gerne bietet Fiona ihr Hilfe an, doch putzen, aufräumen, alles sauber? Schwarze Wäsche mit weißer Wäsche? Alles durcheinander, Waschmaschine vergessen auszuräumen? Lüften bis die Eiszapfen an der Decke hängen. Das üben wir noch…da hat man halt verschiedene Ansichten…Sind wir eigentlich penibel oder kleinlich? Man stellt sich so manche Frage und kommt dann am Schluss doch irgendwie auf den gleichen Nenner.
Schee, wenn man offen alles ansprechen kann, Kleinigkeiten und Intimes, Geheimnisse und Fragen des täglichen Lebens, schön wenn man nicht beleidigt ist und man weiterhin gemeinsam herzlich und laut lachen kann, wenn wir tanzen und singen, rappen und schunkeln können.
Wir haben noch nichts bereut! Es bleibt spannend!

Fiona, unsere Gasttochter ist eingezogen!

Fiona, unsere Gasttochter ist eingezogen!

Fiona Oweke wohnt nun bei uns, sie ist Gastschülerin und wir sind ihre Gasteltern…Fiona ist 17 Jahre alt und Kenianerin, sie wohnt seit 7 Jahren in den USA. Sie spricht schon sehr gut unsere Sprache und so haben wir viel Spaß zusammen! Weitere Infos über den Schüleraustausch unter:  www.afs.de

in Bayern angekommen

Wanderung zur Hochalm

Wanderung zur Hochalm

Schnee!!! endlich oben...

im Schnee...endlich oben!